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Freude

23/1/2026

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Diene erst dir selbst
Im Dezember-Blog 2025 habe ich gefragt: Was macht dir Freude und fällt dir leicht?
Die beiden Themen «Freude und Leichtigkeit» gehören zusammen wie siamesische Zwillinge. Denn was dir Freude macht, weist auf deine Begabung hin und damit zu dem, was dir leichtfällt. Du erlebst die sog. Glücksstärken der Positiven Psychologie: Enthusiasmus - Hoffnung - Dankbarkeit - Liebe - Neugier - (dicht gefolgt von Humor). 
Freude gibt uns Energie und stärkt unsere Motivation. Sie macht uns kreativ und hebt unser Selbstvertrauen. Als wichtiger Bestandteil der Heiterkeit führt sie zu mehr Freundlichkeit im Leben Freundlichkeit dir selbst und anderen gegenüber. Was also macht dir Freude, schon immer oder einfach nur jetzt? Beobachte dich in allen Lebensbereichen. So weisst du, wie du dir ganz leicht gute Zeiten schaffen kannst, z.B. während des Tages oder unter der Woche.
Freude ist ein Wert, den wir zu unserem Massstab machen sollten. Lass weg, was dir keine Freude bereitet, oder verkürze zumindest die Zeit damit. Werte, denn du folgst, sollten dich immer deiner wahren Grösse, Würde und Freiheit näherbringen. Nur so sorgen sie für dein gutes gelingendes Leben. Orientierst du dich an ihnen, erlebst du eine aussergewöhnliche innere und äussere Freiheit und weisst immer, was zu dir gehört und was nicht. Dir und deinem inneren Gleichgewicht dienst du leicht und einfach mit den vier Energielieferanten aus dem November-Blog 2025 (Heiterkeit für Kluge – Der Kreis schliesst sich: Akt 4: Balance und Akt 5: Selbstführung).
 
Folgende Sanduhr-Meditation von Daniela Blickhan (www.inntal-institut.de) dient einer kurzen, wirkungsvollen Zeit nur für dich, in der du nur dir selbst und deiner inneren Ruhe dienst. Vielleicht magst du dir heute kurz Zeit dafür nehmen und es ausprobieren? Du kannst die Übung in 30 Sekunden als innere Ausrichtung nutzen oder 5, 10 oder 15 Minuten lang ausweiten.
Daniela Blickhan zeigt, dass diese einfache, kraftvolle Übung drei verschiedene Geisteszustände und Charakterstärken unterstützt, die nacheinander die Form der Sanduhr bilden:
  • Neugierige Offenheit: der erste Teil ist weit geöffnet wie ein Trichter, die weite Wahrnehmung
  • Konzentrierte Selbst-Regulation: dann verengt sich der Geist durch Fokussierung auf den Atem (oder einen anderen Anker). Das ist die Mitte der Sanduhr.
  • Frische Weitsicht: Im dritten Teil öffnet sich der Geist wieder weit. Wir erweitern unseren Fokus auf Stärken, auf Möglichkeiten, auf neue Potentiale.
Neugierige Offenheit: Was noch?
Jede Phase hat ihren eigenen Wert: Mit offenem Geist gelingt es uns leichter, nicht an einzelnen Gedanken oder Gefühlen festzuhalten. Wir nehmen wahr, was gerade ist, wie wir uns fühlen, ohne es gleich zu bewerten. Die Stärke Neugier hilft uns dabei, indem wir dafür die Frage «was noch?» nutzen, um unsere Wahrnehmung zu weiten. Diese einfache Frage stupst uns quasi an, ein bisschen weiter zu erkunden, was gerade ist. Wenn ein Gedanke sich in den Vordergrund schiebt, können wir innerlich sanft sagen: «Ok, Gedanke, ich sehe dich. Und was ist da sonst noch? Was kann ich noch entdecken? Welche Stärke kann ich gerade jetzt in diesem Moment spüren?»
Selbstregulation als innere Zentrierung
Die Konzentration auf einen Punkt, wie zum Beispiel den Atem, ist wie ein Anker für unseren Geist. Wir steuern unsere Aufmerksamkeit bewusst, und so unterstützten wir unsere Stärke Selbstregulation. Gefühle und Gedanke die unwillkürlich auftauchen, können wir loslassen, indem wir mit unserer Aufmerksamkeit immer wieder zu unserem Fokus zurückkommen: Wir bündeln unsere Aufmerksamkeit auf eine Sache, z.B. indem wir uns innerlich freundlich sagen «zurück zum Atem». Und wieder: «zurück zum Atem.»
Weitsicht – das grosse Ganze und die Verbundenheit
Von unserem Fokuspunkt erweitern wir nun unsere Aufmerksamkeit auf unseren ganzen Körper und auf unsere Umgebung. Die Stärke Weitsicht ist die Fähigkeit, das grosse Ganze zu sehen und Weisheit in Entscheidungen einzubringen. Wir können damit neue Möglichkeiten entdecken, unsere Werte und Stärken zu leben und das Einssein von Körper und Geist zu spüren.
 
In Anlehnung an Thich Nhat Hanh: Wir können anderen erst wirkungsvoll weiterhelfen, wenn wir zuerst uns selbst dienen und unseren inneren Frieden kreiert haben. Andernfalls verschwenden wir unsere Zeit und die der anderen. Mit Freude, Leichtigkeit und Frieden in unserem Körper und Geist schaffen wir Raum für unser Wohlbefinden und das der anderen.
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